Die Geschichte von PRO MUSICA

Angefangen hat alles mit Hans Ulrich Schmid – Inhaber der gleichnamigen Konzertdirektion – und Alfred Döll – Namensgeber des Klavierhaus’ Döll. In den frühen sechziger Jahren begannen sie neben ihrem gemeinsam betriebenen Klavierhaus Döll, Veranstaltungen zu organisieren. Unter dem Namen PRO MUSICA holten sie namhafte Künstler in die Stadt und daran hat sich bis heute nichts geändert.

In der ersten von Hans Ulrich Schmid geplanten Saison 1964/65 waren die Wiener Philharmoniker unter Herbert von Karajan ebenso vertreten wie Claudio Arrau als Solist der Tschechischen Philharmonie, sowohl Yehudi Menuhin und Wolfgang Schneiderhan als auch die Sängerinnen Irmgard Seefried und Christa Ludwig. Die Doppelfunktion von Hans Ulrich Schmid als Inhaber der Konzertdirektion und von PRO MUSICA kam der Stadt Hannover schon damals entgegen: viele renommierte Tourneeorchester der Konzertdirektion machten auch in Hannover halt, so mit Beginn der 70er Jahre die führenden amerikanischen Orchester: das Boston Symphony Orchestra und Chicago Symphony Orchestra 1971 und vier Jahre später erstmals das New York Philharmonic Orchestra.

Regelmäßige Gäste waren die Berliner Philharmoniker, zwischen 1965 und 1985 allein 13 Mal unter Herbert von Karajan, später dann unter Claudio Abbado und zuletzt 2008 unter Sir Simon Rattle. Unvergessen bleiben die zwei Besuche von Leonard Bernstein 1981 und 1984 mit den Wiener Philharmonikern sowie 1996 eine konzertante Aufführung von Mozarts Don Giovanni unter Sir Georg Solti und dem London Philharmonic Orchestra. René Flemming und Bryn Terfel waren in den Hauptrollen zu sehen. Ebenso im Gedächtnis bleibt der bewegende Zyklus aller Beethoven Symphonien mit dem Gewandhaus Leipzig unter Kurt Masur kurz nach dem Fall der Mauer.

Viele heute legendäre Solisten waren bei PRO MUSICA zu Gast: so traten allein in einer Saison David Oistrach, Nathan Milstein, Henryk Szeryng und Wilhelm Kempf auf. Aber auch Musiker wie Benedetti-Michelangeli, Itzhak Perlman, Mstislaw Rostropowitsch und Emil Gilels waren in den Zyklen zu hören. Im Dezember 2008 gab Alfred Brendel den letzten Klavierabend seiner Karriere als Pianist bei PRO MUSICA.

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